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ORGANISATIONSBERATUNG
Konfliktmoderation
Konflikte auf der Leitungsebene als Organisationsproblem
Konfliktsituationen ausgelöst durch unterschiedliche Interessenlagen gehören zum
Unternehmensalltag, so wird immer wieder mit etwas beruhigendem Unterton in
Seminaren, in der Fachpresse und öffentlichen Diskussionen versichert. Harmonie
sei tödlich für die Wirtschaft sagt ein bekannter Vorstandsvorsitzender in der
Wirtschaftswoche. Wir können beide Haltungen, sowohl die Konflikt bejahende als
auch die Harmonie suchende Haltung gut verstehen, weil es für beide Haltungen
gute Gründe gibt. Entscheidend ist aus unserer Sicht jedoch wie sich Konflikte in
Organisationen auf der Handlungsebene auswirken. Konflikte können fruchtbar sein,
Entwicklungen begünstigen und können auch lähmend sein, Entwicklungen bremsen.
Insbesondere wirken sich Konflikte auf der Leitungsebene zwischen
Geschäftsführern, Vorständen, Gesellschaftern fast immer im gesamten Unternehmen
aus. Die Symptome dafür in Form von "Fraktionsbildung" und "Stellvertreterkriegen"
sind den Mitarbeitern bestens bekannt und bilden häufig den Erzählplot für
unzählige Geschichten. Solche Geschichten dienen der Bewältigung und prägen
letztlich die Kultur eines Unternehmens.
Und hier taucht die Frage auf, welche Konfliktlösungsverfahren kennen die Akteure
und sind in der Organisation erlaubt und institutionalisiert. Erschwert wird das
ganze obendrein durch die Tatsache, dass gravierende Konflikte zwischen Leitenden
eben nicht auf einer formalen Ebene der Vernunft zu lösen sind, weil
selbstverständlich jeder die Vernunft auf seiner Seite weiß.
Gemeint sind hier insbesondere Konflikte innerhalb von Geschäftsleitungen oder
mit Gesellschaftern zum Thema Geschäftspolitik, Strategien, Führung usw. Häufig
ergeben sich solche Konflikte aus der Vermischung beruflicher vs. privater Ziele
und Beziehungen und sind eng gekoppelt an unterschiedliche Lebenseinstellungen,
Werte und Sichtweisen.
Eine besondere Variante von Konflikten diesen Typs tritt in Familienunternehmen
bei der Übergabe oder Beteiligung der nachfolgenden Generation oder gar der
Veräußerung des Unternehmens auf.
Derartige Konfliktsituationen sind oft von einer brisanten Dynamik gekennzeichnet,
die von den beteiligten Akteuren als nicht mehr steuerbar - manchmal sogar als
unauflösbares Lebensdrama - erlebt werden. Geschäftlicher Erfolg und
Lebensleistung kontrastieren mit tiefer persönlicher Enttäuschung und der Sorge
um den Fortbestand des Unternehmens und der eigenen Karriereentwicklung.
Da alle Beteiligten in einem System geschäftlicher und privater Visionen, Ziele
und Handlungsanleitungen wie gefangen sind, haben sie nicht die Möglichkeit der
Außensicht. War doch gerade ihre Lebenssicht und Herangehensweise an Probleme
Grundlage ihres Erfolges. Abgesehen von der menschlichen Tragik dürfte der
betriebs- und volkswirtschaftliche Schaden, der aus derartigen Konflikten
erwächst, enorm und kaum zu beziffern sein.
Mit Beratungsansätzen, die sehr schnell auf einfache Lösungen kommen und die die
eigentümliche Dynamik und Komplexität solcher Konflikte nicht berücksichtigen,
wird hier kaum etwas zu bewirken sein. Das stabile Problemmuster, von allen
Beteiligten kreiert, kann nur durch einen Perspektivenwechsel und bis dahin
unbekannte Reflexionsprozesse einer Lösung zugeführt werden. Die beteiligten
Akteure schaffen sich einen neuen Beziehungsrahmen, der bis dahin "Ungedachtes"
und evtl. auch "Unausgesprochenes" ermöglicht und nie in Betracht gezogene
Lösungsvarianten erlaubt. Es entstehen neue Handlungsoptionen und Impulse für die
geschäftliche und persönliche Entwicklung aller Beteiligten.
Die Einführung einer solchen reflexiven Außenperspektive ist ein
hochprofessioneller Akt und erfordert neben menschlicher Reife die Fähigkeit,
ungewöhnliche Interventionsinstrumente einzusetzen, die dazu geeignet sind,
erstarrte Kommunikationsstrukturen und Wahrnehmungshaltungen "aufzuweichen".
Wir verfügen neben eigenen Managementerfahrungen über langjährig gewachsenes
Wissen zur Konfliktberatung von Leitungsteams, Gesellschaftern und
Familienunternehmen. Wir können wirksam helfen, Konfliktenergie durch die
"Erfindung" anderer Muster für Mensch und Organisation gewinnbringend zu nutzen.
Denn erst dann, wenn eine Bereitschaft der beteiligten Akteure zur reflexiven
Auseinandersetzung besteht, macht es Sinn von der "konstruktiven Kraft" von
Konflikten zu reden.
Sie haben Interesse an mehr Informationen, an einem Gespräch oder eine
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