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EINE KLEINE GESCHICHTE...
Der Spatz als Pfau
Ein Spatz wollte sein wie ein Pfau. Wie imponierte ihm der stolze Gang des großen Vogels, der hoch getragene Kopf, das mächtige Rad, das er schlug. „So will ich auch sein“, sagte der Spatz. „Die Bewunderung der anderen wird mir sicher sein.“ Er reckte den Kopf, atmete tief ein, dass sich sein schmales Brüstchen schwellte, spreizte die Schwanzfedern und versuchte, so elegant zu laufen, wie er es bei dem Pfau gesehen hatte. So trippelte er hin und her und fühlte sich mächtig stolz. Nachdem er dies längere Zeit gemacht hatte, merkte er, dass ihn die ungewohnte Haltung anstrengte. Der Hals schmerzte, die Füße taten ihm weh, und was das Schlimmste war, die anderen Vögel, die aufgeblasenen Amseln, die putzsüchtigen Kanarienvögel und die dümmlichen Enten, sie lachten alle über den Spatzen-Pfau. Dem wurde es bald zu bunt. „Das Spiel gefällt mir nicht, ich habe es satt, Pfau zu sein. Ich will mich wieder wie ein Spatz benehmen.“ Als er aber versuchte, wieder wie ein Spatz zu laufen, gelang es ihm nicht. Statt wie vorher zu laufen, hüpfte er plötzlich und konnte nichts anderes mehr. So lernten die Spatzen das Hüpfen.
Quelle: „Dream Teams“ 110 Stories für erfolgreiches Team-Coaching. Von Wolf W. Lasko
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